Unter Transfer versteht man einen Druck, welcher nicht direkt auf das Textil, sondern auf silikonbeschichtetes Papier aufgetragen wird um die gewünschten Drucke transportieren bzw. lagern zu können.
Siebdruck Transfer rentiert sich ab einer Auflagen von 50 Stück pro Farbe, da man ab dieser Abnahmemenge auch mit den Siebkosten einen günstigen Preis erzielen kann.
Um einen Siebdruck Transfer zu erzeugen benötigt man eine möglichst gute Ausgangsdatei, wie zum Beispiel eine Vektorgrafik, oder eine Rasterdatei mit möglichst hoher Auflösung.
Diese wird einer Farbseperation unterzogen und jede dieser Farben wird mittels PostScript Drucker auf einen Film übertragen, welcher zur Belichtung des Siebes verwendet wird.
Die fertigen Siebe werden auf die Flachbettdrucker gespannt und mittels Rakel wird die Farbe, die vorher in Pantone definiert wurde auf das Silikonpapier aufgetragen. Anschließend werden die Transfers fahren die Transfers durch einen Trockenkanal um anzutrocknen, der Kleber (es gibt Schmelz- und Flüssigkleber) wird aufgetragen und es wird noch einmal nachgetrocknet.
Schmelzkleber ist ein loses, Salzähnliches Material welches bei 150 Grad in der Transferpresse schmilzt wobei Flüssigkleber bereits bei 180 Grad schmilzt und mittels Sieb aufgetragen wird. Diese Variante ist im Gegensatz zum Schmelzkleber präziser, doch es kann zu Versatz kommen, wenn das Sieb nicht exakt auf dem Kleber sitzt. Schmelzkleber ist außerdem günstiger.
Die fertigen Siebdruck Transfers können nach der Produktion auf Lager gelegt, oder an Wiederverkäufer versandt werden. Für Kunden, die zum Beispiel eine größere Menge Drucke benötigen, aber noch nicht genau wissen in welchem Zeitraum ist es eine günstige Variante, da sie die auf Lager gelegten Drucke jederzeit auch einzeln abrufen können.